Ein letztes Wort

Ein letztes Wort

 

Erneut sitzen wir uns gegenüber, schauen uns kaum mehr an.
Worte voll Boshaftigkeit haben wir uns abermals an den Kopf geworfen.

Insgeheim stelle ich mir die frage
„wie lange will ich mir das noch antun?“

Zweifel und Ängste plagen schon viel zu lange meinen Geist, doch spreche ich sie nicht aus.
In meinen Augen kannst Du keine Wärme mehr sehen,
stattdessen bin ich kalt und distanziert zu dir.
Für dich scheine ich nur noch ein Buch mit sieben Siegeln zu sein,
welches einen schönen Umschlag besitzt, doch die Sprache in der es geschrieben wurde beherrscht du nicht mehr.
So sehr ich mich auch bemühe, ich kann es nicht.

Meine Augen werden trübe,
der Schmerz, die Erkenntnis die mit ihm folgt…
ich bekomme keinen Ton mehr hervor und versinke im schweigen,
während ich meinen Blick von dir abwende.

Wie lange will ich mich noch selbst belügen und immer weiter verletzten?

Mein Blick streift die Uhr,
ihre Zeiger wandern unentwegt weiter.
Die Welt dreht sich weiter, als sei alles wie immer.
Als sei es nie geschehen.

Doch meine Welt hat aufgehört zu existieren.

Ein letztes Mal werde ich all meine Kraft zusammen nehmen,
ein letztes Mal werde ich das Wort an dich richten.

“ Geh…. Geh und komme nie wieder zurück.“

Ich werde dich nicht vermissen,
dir auch nicht nach weinen, wenn du endlich fort bist.
Zuviel ist geschehen, was du nie wieder gut machen kannst.
Zuviel hast du genommen ohne zu fragen,
doch die Konsequenzen dessen muss ich alleine tragen

UnsichtbareSpuren

(Unsichtbare)Spuren

Es gibt Spuren die kann niemand sehen.
Spuren, die auf meinem Körper hinterlassen wurden,
sich in ihn gebrannt haben und dennoch niemand fühlen kann , außer mir.
Sein Begleiter hat er ebenfalls mitgebracht.
Sein Name ist Ekel.

Es ist egal wie lange ich unter viel zu heißem Wasser stehe, das Gefühl von sauber sein erreicht mich nicht.

Ihr könnt sie nicht sehen, doch für mich sind sie so real wie du und ich.

Es zieht sich an manchen Tagen durch meinen ganzen Alltag und ich kann es nicht ändern, nur lernen damit zu leben.

Der einzige Ort an dem ich ein wenig Erlösung finde von diesem Gefühl, ist wenn heißes Wasser über mich fließt und ich es im Abfluss verschwinden sehe.

Doch leider ist dies fort, sobald ich aus der Dusche steige .
An manchen Tagen ist es leichter damit zu leben, als an anderen.

Vorwort

Vorwort

Ich war damals mit meiner ersten große Liebe zusammen.
Wir haben lange gewartet bis wir uns zu diesem Schritt entschieden haben, der Impuls dazu kam von mir.
Es war im August 2004, also knapp einen Monat vor meinem 15 Geburtstag.
Alles lief bis dahin normal bei uns, wir waren glücklich mit uns und lebten in unserer ganz eigenen kleinen Welt.

Keiner von uns ahnte nur im Ansatz das der kommende Oktober unsere Welt erschüttern und dann zerstören würde.

!TW! Ich war erst 15

Ich war erst 15…

Es war Oktober 2004 , ich hatte eine Bekannten über seine Partnerin kenngelernt.
Sie wohnten in der Nachbar Stadt und ab und an verbrachte man etwas Zeit miteinander.
Damals gab es noch ICQ und co. Um in kontakt zu bleiben.
Die Tage stand ein Test an und er bot mir an beim lern zu helfen.
Also hab ich meine Schulsachen gepackt und bin zu ihm gefahren mit der Bahn.
Er lebte in einer WG mit einem Freund, mit dem ich mich auch gut verstanden habe.
Als wir fertig mit lernen waren, wollten wir uns noch ein Film anschauen und haben uns aufs Sofa gechillt.
Er kam mir näher und ich rückte von ihm weg.
Sagte er habe eine Freundin und ich einen Freund, außerdem auch kein Interesse an so etwas.
Dachte damit sei dies geregelt, weil er abstand nahm von mir.
Ich setze mich auf die Sofakante und wollte meine Schuhe anziehen, da ich mich unwohl fühlte und lieber gehen wollte.
Als er hinter mir auftauchte und mich anfasste.
Ich erstarrte , ich habe nicht begriffen was gerade mit mir passiert.
Er sagte mir ins Ohr , das ich jetzt leise zu sein hätte und wenn sein Mitbewohner reinkäme, ich es nicht wagen solle etwas zu sagen sonst hätte ich ein Problem.

Damals mangelte es mir noch an Durchsetzungsvermögen und die Situation überforderte mich gänzlich.
Ich spürte das ich mich nicht mehr wirklich bewegen konnte, er biss mir in den Nacken was ziemlich weh tat und mich komplett erstarren.
Jede Bewegung übte schmerz aus.
Er zog mich ein stück aufs Sofa zurück, seine Hände glitten unter mein Oberteil unter mein BH.
Ich kniff nur die Augen zusammen, unfähig mich zu rühren.
Danach glitt seine Hand meinen Bauch hinab zu meiner Hose.
Das war so eine enge auf Hüfte geschnittene Bluejeans , er öffnete mit Leichtigkeit den Knopf und seine Hand glitt unter meinen Slip.
Aus Reflex drückte ich die beine zusammen, mein Körper machte sich starr als Gegenwehr leider ohne Erfolg.
Ich spürte wie seine Hand tiefer glitt , er schaffte meine Beine leicht auseinander zu drücken und seine Finger drangen in mich ein.
Tränen stiegen mir in die Augen , ich fühlte mich so eklig.
Er fing an seine Finger in mir zu bewegen und meinte zu mir: na siehst du das gefällt dir doch sogar, warum sträubst du dich dann so.
Plötzlich hörte er von vor der Tür Geräusche, sein Mitbewohner.

Schnell zog er sich aus mir raus und mahnte mich abermals an ich habe Still zu sein und so zu tun als sei nichts gewesen.

Ich sprang vom Sofa auf und stellte mich mit dem Rücken zur Tür ans Fenster und zog ganz schnell meine Hose wieder hoch,
Da stand auch schon sein Mitbewohner in der Tür, sah mich aber bemerkte nichts.
Er wolle essen machen und ob ich mit essen würde.

Ich verneinte , griff nach meinen Sachen und verschwand so schnell es ging aus dieser Wohnung.

Als ich im Haus meiner Eltern ankam ,ging ich ganz schnell Duschen erst langsam begriff ich was überhaupt dort mit mir geschehen war.
Ich rief meinen Partner an ,das wir uns bitte dringend treffen müssen.
Das taten wir auch am nächsten Tag.
Ich erzählte ihm von dem Vorfall und er schaute mich nur an und sagte dann , das glaube ich dir nicht.
Das sagst du nur damit ich dich nicht verlasse weil du mich betrogen hast.
Er war der einzige Mensch den ich damals hatte, dem ich so vertraut habe und aufgrund dieses Ereignisses trennte er sich dann von mir.

Die Folgen dessen und was ein Jahr lang passierte nach diesem Vorfall schreibe ich ein anderes mal.

Früher galt so ein geschehen , nicht als Vergewaltigung sondern NUR als Missbrauch.
Und genau das wurde mir auch so eingetrichtert von Menschen die erfahren haben was geschehen war.

Sätze wie : Ach du wurdest doch gar nicht Vergewaltigt ,der hat dich doch nur Missbraucht stell dich mal nicht so an.

Bist du sicher das du ihm nicht doch Signalisiert hast ,dass du dies wolltest ?

Hmm joar doof gelaufen , aber andere haben doch viel schlimmeres durch.

Heutzutage zählt auch diese Handlung nach dem das Gesetz endlich geändert wurde auch als Vergewaltigung, da er in mich eindrang ohne mein Einverständnis.

Hier mache ich nun erstmal einen Punkt.
In einem anderem Beitrag werde ich euch von der Anzeige und der Gerichtsverhandlung erzählen.

Eines noch … NEIN heißt NEIN ! Und es ist egal ob es nur die Hand war die in dir war ohne das du es wolltest ,oder sein Penis oder sonstiges !
Niemand hat das recht dies ohne deine Einwilligung zu tun