…und meine Wurzeln, werden zu den euren

…und meine Wurzeln, werden zu den euren

Irgendwann werden auch meine Spuren im Winde der Gezeiten verschwinden.
Bin mit meiner eigenen Endlichkeit konfrontiert und möchte doch noch soviel erleben.
Doch wenn der Zeitpunkt gekommen ist, sei es nun morgen oder vill doch eine kleine Weile hin

Dann werde ich zu einem Baum an den ihr euch lehnen könnt und unsere Musik hören.

Dann werde ich euch Schatten spenden an heißen Sommertagen und bei Regen euer Schutz sein , so wie zu Lebzeiten.

Ich werde da sein ,in den Sonnenstrahlen die durch den Nebel brechen und euch begleiten.

Und irgendwann in hoffentlich sehr weiter ferne, wenn ihr ein glückliches mit Liebe gefülltes Leben geführt habt.
Werde ich euch willkommen heißen und in meine Arme schließen
Und meine Wurzeln werden zu euren…

Leere

Leere

Da ist diese Leere in mir.
Diese Leere die sich immer weiter in mir ausbreitet und ich nicht mehr weiß wie ich dagegen ankämpfen kann,
denn ich bin so müde vom Leben.

So müde vom kämpfen und hoffen und doch abermals verlieren.

Da ist dieser Schmerz in mir, der mit jedem Tag wächst,
doch ich kann keine Tränen mehr vergießen,
weil ich mich wie ausgetrocknet fühle.

Suche ein Leuchtfeuer welches ich abschießen kann um Hilfe zu rufen,
doch meine Glieder sind so schwer, mein Körper gehorcht mir nicht mehr.

Möchte mich einfach schlafen legen, eingehüllt in Kälte fange ich an zu erfrieren im stillen.

Ich bin so unsagbar müde von dieser Existenz ohne Leben darin…

Existenz ohne Leben drin

Existenz ohne Leben drin

Ich schaue in mich rein, normal fand ich dort immer noch etwas.
Etwas das mich antrieb, dass ich weiter machte und nicht aufgab.
Doch seit einer kleinen Weile, fühle ich dort nichts.
Egal wie sehr ich mich auch bemühe, etwas zu finden in der Hoffnung ich hätte es einfach in all dem Stress übersehen.

Doch da ist nichts, nicht mal ein glimmen welches nur darauf wartet, dass ich ihn neu entfach.

Und das erste mal in meinem Leben, habe ich nicht diese Angst die sonst immer in mir war,
wenn die Gedanken kamen am nächsten Tag eventuell nicht mehr wach zu werden.
Denn es ist mir egal.

Nein, das bedeutet nun nicht, das ich mit den Gedanken spiele mir das Leben nehmen zu wollen.
Da selbst das ein Gefühl oder einen Antrieb bräuchte.

Dort ist einfach eine Leere, wo früher ganz viel „Ich“ mal war.
Habe soviel gegeben und mich dabei komplett verausgabt … oder verloren?
So dass ich einfach nur noch bin und mir alles scheißegal geworden ist und dann auch wieder nicht.

Existenz ohne Leben drin, beschreibt diesen Zustand ganz gut denke ich.

Leben hinter Glas

Leben hinter Glas

Depression zu haben ,bedeutet nicht einfach traurig zu sein.

Depression bedeuten für mich ,gefangen sein an einem Ort den keiner außer mir betreten kann.
Gefangen zu sein , zu spüren wie ich langsam und qualvoll an den eigenen Gedanken und Ängste ersticke.
Von ihnen zu Grunde gerichtet zu werden ,ohne die Chance das ich mich befreien kann.

Es kommt schleichend , umarmt mich von hinten.
Es fängt im Alltag an und endet in der Isolation des eigenem Selbst.
Zuerst verschwindet das Lachen , selbst ein lächeln wird zur Tortur.

Irgendwann wird selbst der stärkste Mensch von ihr in die Knie gezwungen und zum kleinen Kind,
welches die Hand nach seinen Eltern ausstreckt ,
nur um etwas Halt ,Liebe und Geborgenheit zu finden.

Die Gedanken verfinstern sich.

Selbst wenn die Sonne scheint ,verschließt man die Fenster.
Da das grelle Licht in den Augen brennt.
Alles wird grau und trist, der Schmerz erst psychisch ,wird physisch.
Man möchte sich befreien ,doch es geht nicht.

Sie hat viele kleine Helfer , die darauf achten das man ihr nicht entkommen kann.
Sie schleichen sich bei Nacht in die Gedanken, stiften Unruhe,
ziehen leise ihre Kreise die immer größer werden.

Nicht nur ich leide unter diesen Umständen, sondern auch mein Umfeld.
Bin nicht mehr erreichbar , ziehe mich komplett zurück.

Denn wer erwartet auf die Frage:“ wie geht es dir ?“ ,schon eine ehrliche Antwort

Oft war ich schon an diesem Ort und ich werde vermutlich noch oft dahin zurückkehren.

Doch wenn man es schafft sich aus dieser Hölle zu befreien ,
darf man erfahren wie schön das Leben ist.
Man lernt die kleinen Dinge im Leben anders zu schätzen, dankbarer zu sein.

Dennoch wünsche ich niemandem, dass er diese Erfahrung macht.
Wie es ist an diesem Ort gefangen zu sein.